Vereins-Chronik

Wer auch immer im Frühjahr 1963 die nachhaltige Idee hatte, in Langenberg neben dem traditionsreichen Langenberger Spielverein einen zweiten Fußballverein zu gründen, lässt sich mit letzter Sicherheit nicht sagen. Schlüssige Aufzeichnungen darüber gibt es jedenfalls nicht. Die treibende Kraft, dass dürfte unstreitig sein, war in jedem Fall Horst Haupt. Viele Gleichgesinnte der oberen Kuhstraße aus dem Umfeld der Großfamilie Mysliwitz und der „Herberge Dewald” sowie die Clique um Gerd Kemp, Heinz David, Siegfried Hoffmann, Dietmar Lüntz, Fritz Martin, Willi Scheppers, Heinz Ostermann, Wilfried Stumpe u.a. wollten offensichtlich in anderen, dem Anschein nach „blau-weißen” Farben weiter zusammen Fußball spielen.

Im August 1963 nahm nicht nur die neu gegründete Bundesliga ihren Spielbetrieb auf. In den Spielplänen des Fußballkreises Wuppertal-Niederberg tauchte auch ein neuer Verein auf: Blau-Weiß Langenberg!
Getragen auf der Woge der Begeisterung der aktiven und passiven Mitglieder konnten die anfänglichen Startschwierigkeiten mit viel Engagement überwunden werden. Das größte Handicap bestand darin, dass die Stadt Langenberg keinen eigenen Sportplatz besaß und der Verein deshalb notgedrungen gezwungen war, seine Heimspiele auf einem privaten Dönberger Sportplatz auszutragen.
FürTrainingszwecke wurde mit finanzieller Hilfe der Stadt die „Spielwiese Eickeshagen” hergerichtet.
Nach der Fertigstellung des Sportplatzes „Nizzatal” mussten einige Jahre noch teilweise lange Wege bis zu den Umkleideräumen in den Turnhallen Donnerstraße, Wiemhof oder sogar Frohnstraße zurückgelegt werden. Erst nach der Inbetriebnahme der Sporthalle „Nizzatal” gab es in unmittelbarer Nähe zu nutzende Umkleideräume.
Die Platzanlage „Nizzatal” wurde im Herbst 1971 um eine moderne, sehr leistungsfähige Flutlichtanlage und nach der Kommunalen Neugliederung um neue Umkleideräume erweitert. Die so komplettierte, landschaftlich idyllisch gelegene Sportanlage, zählte viele Jahre zu den schönsten im Fußballkreis Wuppertal-Niederberg, um die wir von vielen auswärtigen Besuchern und Spielgegnern verständlicherweise beneidet wurden.

Schon bald nach der Fertigstellung des Sportplatzes stellte sich zum Abschluss der Spielsaison 1969/70 der erste große sportliche Erfolg mit dem Aufstieg in die 1. Kreisklasse ein. Die Namen Volkmar Eichhorn als Obmann, Werner Hanhardt als Spielertrainer und die Spieler Rolf und Bernd Dewald, Hans-Willi Merk, „Kalla” und Klaus Krähling, Friedhelm Stuckart, „Panzer” Mayer, Jürgen Johannsen, Manfred Wend und Bernd Dörrer sind mit diesem Erfolg untrennbar verbunden.

Nach dem Abstieg schaffte Karl Dumpich als Spielertrainer 1976 mit einigen „Neuen’ u.a. Gerd Dattenberg, Hans-Peter Kasek, Jürgen Prate den Gebrüdern Morsbach, Hans-Joachim Fladerich, Hans-Joachim Schulz und Kurt Leidenberger den sofortigen Wiederaufstieg in die vertraute Umgebung. Leider ging es dann in den Folgejahren mit verschiedenen Trainern, u.a. Harry de Vlugt, (dem damals aktuellen Bundesligaspieler von Rot-Weiss Essen), „Kalla” Conze, Bernd Becker, Jürgen Lucas, „Aki” Günther, Bernd Banriing, Thomas Knackert, Andreas Schmahl und Thomas Jäger mehrmals auf und ab.

Höhere sportliche Ziele (Bezirksliga) mögen durchaus erstrebenswert gewesen sein. Real gesehen, wurden sie in Anbetracht der damit einhergehenden finanziellen Belastungen wirklich nicht ernstlich thematisiert. Den Verantwortlichen ist es primär stets darauf angekommen die Balance zwischen dem Wünschenswerten und dem real Machbaren zu bewahren.

Die Förderung des eigenen Nachwuchses war und bleibt das vorrangige Bestreben des Vereins. Mit Unterstützung aus Politik, der Stadt Velbert, der Sparkasse Velbert und nicht zuletzt der Initiatoren, Strategen und vielen Helfern aus den Reihen der Mitgliedschaft hat der Verein 1994 ein Jugend- und Vereinsheim erstellen können.
Dadurch hat der Verein die Grundlage geschaffen und die Voraussetzungen optimiert Kindern und Jugendlichen neben dem Elternaus und der Schule einen weiteren heimischen Ort positiver Persönlichkeitsentwicklung zu bieten.

Die 50-jährige Vereinsgeschichte ist mit vielen Namen verknüpft, die in vorderster Front als 1. Vorsitzende oder Vorstandsmitglieder das Vereinsschiff auf Kurs hielten und sich für sein Fortbestand und die Weiterentwicklung unermüdlich eingesetzt und dem Verein so unschätzbare Dienste erwiesen haben.

Adolf Kluge folgten Egon Leiendecker, Emil Heyduck, Jochen Dewald, Frank Drinhaus, Siegfried Kohler, Thomas Jäger, Achim Rietmann und zwischendurch zweimal insgesamt 24 Jahre, der Ehrenvorsitzende Heinrich Hanowski.

Das 50. Vereinsjubiläum gibt uns auch Gelegenheit, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken und allen, besonders auch den langjährigen treuen Mitgliedern zu danken, dass sie sich in selbstloser Weise und oftmals mit großem Zeitaufwand in den Dienst unseres Vereins gestellt haben.